Selbstbesteuerungsgruppe Bischof Kräutler
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Gegen Blaulichtpriester und die Zusammenlegung von Gemeinden


In einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung spricht Bischof Kräutler Klartext: Die Eucharistiefeier darf nicht davon abhängig sein, ob zufällig ein zölibatärer Mann vorhanden ist. Blaulichtpriester und Gemeindezusammenlegungen sind für ihn jedenfalls keine Lösung. Das seien nur Symptombehandlungen. Es ist Zeit, über verschiedene Dinge offen und neu nachzudenken. Spannungen müssen auch drin sein: "Wenn ich daran glaube, dass der Heilige Geist die Kirche leitet, dann werde ich nie das Handtuch werfen, selbst wenn ich mit bestimmten Dingen nicht einverstanden bin." Bischof Kräutler denkt am ehesten an ein Modell, in dem erfahrene Menschen unabhängig von Alter und Geschlecht mit der Eucharistiefeier beauftragt und dafür geweiht werden.

Das ganze TT-Interview können Sie HIER nachlesen.



Memminger Freiheitspreis ergeht an Bischof Erwin

Der „Memminger Freiheitspreis 1525“ wird seit 2005 für Verdienste um Freiheit, Recht und Gerechtigkeit zuerkannt. Der Preis soll das geistige Erbe der zwölf Bauernartikel, welche die aufständischen Bauern in Memmingen 1525 verfassten, wachhalten. Die zwölf Bauernartikel gelten als erste Niederlegung von Grund- und Menschenrechten auf deutschem Boden.


"Einen alten Baum darf man nicht verpflanzen"

Er werde ein Pilger zwischen zwei Welten bleiben, meint Bischof Erwin in einem längeren Interview mit der "Wiener Zeitung". Er werde jetzt wohl länger in Europa sein können, aber sicher nicht in Brasilien seine sieben Sachen packen. Seinem Nachfolger wünscht er, dass er sich zunächst 'heiser höre' und so in Kontakt mit seinem Volk komme. Für ihn sei die Liebe zu seinem Volk nie eine Einbahnstraße gewesen: "Ich durfte selbst immer wieder Liebe und Vertrauen erfahren."

Die Lage Brasiliens sieht er derzeit sehr kritisch: "Brasilien steckt in einer schrecklichen Krise, wirtschaftlich und vor allem moralisch." Den innerbrasilianischen Frieden sieht er gefährdet. Eine Politikerverdrossenheit samt Korruptionsvorwürfen kannte man in diesem Ausmaß bisher nicht. Die Opposition sei allerdings keineswegs vertrauenswürdiger als Staatchefin Dilma und ihr Vorgänger Lula. Doch Brasilianer gäben nie die Hoffnung auf, meint Erwin Kräutler: "Vielleicht erhebt sich ja doch noch ein Phönix aus der Asche."

Das gesamte Interview können Sie HIER nachlesen.



Bischof Kräutler weiht seinen Nachfolger


Auf dem Blogspot der "Plattform Belo Monte" finden Sie einen kurzen Bericht und Bilder von der Bischofsweihe in Altamira.








HABT MUT!

Zum neuen Buch von Bischof Kräutler


Irgendwie scheint sich ein Kreis zu schließen. Was vor Jahrzehnten noch als ‚linke Befreiungstheologie‘ galt, ist im Zentrum der Kirche angelangt. Bei der Lektüre des neuen Buches von Bischof Kräutler gewinnt man den Eindruck: Das Pontifikat von Papst Franziskus ist die höchste Bestätigung für das Lebenswerk des aus Vorarlberg stammenden Bischofs. Eine ausführlichere Besprechung finden Sie HIER




Bischof Kräutler: Brauchen Alternativen zum Zölibat

Wie die Katholische Nachrichten-Agentur berichtete, hat Bischof Erwin Kräutler die Deutsche Bischofskonferenzen aufgerufen, über Alternativen zum zölibatär lebenden Priester zu diskutieren. "Jede und Jeder hat den Auftrag, nachzudenken", sagte Kräutler im Interview. Franziskus selbst habe ihn aufgefordert, mutige Vorschläge zu machen. Der Papst werde zwar nicht in eigener Regie von heute auf morgen etwas ändern. "Aber die Bischofskonferenzen habe den Auftrag, darüber zu befinden, um dann konkrete Vorschläge zu machen.“



STELLUNGNAHME VON BISCHOF KRÄUTLER ZU SEINEM NACHFOLGER

Folgende erfreuliche Stellungnahme hat uns Bischof Erwin aus aktuellem Anlass geschickt:

Wie das Kirchenrecht es Bischöfen bei Erreichen des 75. Lebensjahres empfiehlt, habe ich bereits am 8. Juli 2014 Papst Franziskus mein Amt als Bischof vom Xingu zur Verfügung gestellt. Es hat eineinhalb Jahre lang gedauert bis Franziskus nun am Tag vor dem Heiligen Abend meinen Nachfolger ernannt hat. Die Wahl fiel auf den Franziskanerpater João (Johannes) Muniz Alves aus dem benachbarten Bundesstaat Maranhão. Er ist 54 Jahre alt und ein sehr einfacher Ordensmann aus dem Norden Brasiliens. Auch hat er entsprechende pastorale Erfahrungen und wird sicher ein guter Bischof für unser Volk sein. Ich bin sehr glücklich über diese Wahl und freue mich, dass er, wie ich von verschiedenster Seite her erfahre, offen ist für seine neue Sendung. In Fernseh- und Radiointerviews spricht er von seinem Wunsch, mit den Priestern, Ordensleuten und dem Volk Gottes am Xingu „mitzuarbeiten“. Er komme nicht, um zu „unterweisen“, sondern möchte von der Kirche am Xingu zunächst einmal „lernen“. Er hätte nie damit gerechnet, mein Nachfolger zu werden, freue sich aber aufrichtig darüber, dass ihn der Papst gerade für die Kirche am Xingu bestimmt habe, deren Bischof bisher Dom Erwin war.


Die verschiedenen pastoralen und sozialen Initiativen und Projekte laufen unvermindert weiter und der neue Bischof wird dabei weiterhin unsere Unterstützung nötig haben. Die Kirche am Xingu mit all ihren Herausforderungen und Aufgaben wird mit der Ernennung meines Nachfolgers keine andere. Es ändert sich nur die Person des Bischofs.


Frei João hat mich gebeten, Hauptkonsekrator bei seiner Bischofsweihe zu sein, die am 5. März 2016 in São Luís do Maranhão stattfinden wird. Am Weißen Sonntag, 3. April 2016, wird er sein Amt im flächenmäßig größten Bistum Brasiliens antreten und ich bin ab diesem Tag Bischof „Emeritus“ vom Xingu.


LAUDATO SÍ – Gott Lob und Dank!

Altamira, 6. Jänner 2016

+Erwin




Zur Zukunft der Selbstbesteuerungsgruppe


Vergangenes Jahr hat Bischof Kräutler anlässlich seines 75. Geburtstages, wie es im Kirchenrecht vorgesehen ist, dem Papst seinen Rücktritt angeboten. Rom hat aber bisher noch keinen Nachfolger ernannt. Die Ernennung kann in Kürze erfolgen, aber auch noch einen längeren Prozess beanspruchen.


Da wir immer wieder einmal angefragt werden, wie es weiter geht, wenn er nicht mehr dem Bistum Xingu als Hauptverantwortlicher vorsteht, haben wir mit Bischof Erwin bei seinem letzten Besuch ein Gespräch geführt über die Zukunft seiner Arbeit und unserer Unterstützung. Bischof Kräutler wird auch in den nächsten Jahren seinen Lebensmittelpunkt am Xingu und in Brasilien haben. Erst vor kurzem haben ihn die Vorsitzenden der Brasilianischen Bischofskonferenz ersucht, für ein weiteres Mandat von vier Jahren als Sekretär der Bischöflichen Kommission für Amazonien zur Verfügung zu stehen. Deshalb ist seine Aussage sehr klar: "Solange ich am Xingu bin und überdiözesane Funktionen bei der Bischofskonferenz innehabe, bin ich ganz sicher auch Garant für die gewissenhafte Verwendung von Spendengeldern aus Europa entsprechend der Intention der guten Leute, die ihren Beitrag leisten."


Bischof Kräutler wird sich auch nach seiner Emeritierung darum bemühen, dass die Projekte, die er gerade auch mit unserer Unterstützung initiieren konnte, langfristig gesichert sind. Für alle, die ihn in seiner Arbeit finanziell unterstützen (oder unterstützen möchten), hat er uns nochmal eine Beschreibung der verschiedenen Projekte geschickt, die Sie HIER downloaden können.


Mit herzlichen Dank für Ihre Unterstützung

Eva und Egon Fitz

Margit und Markus Hofer 


Das jeweils Neueste rundum Belo Monte finden Sie immer auf dem Blogspot der "Plattform Belo Monte"


POWERPOINT-PRÄSENTATION: Bischof Kräutler

Die Selbstbesteuerungsgruppe bietet Ihnen eine Präsentation an, die sich gut für den Einsatz in der Schule, für die Pfarre, für Vorträge o.ä. eignet. Das Powerpoint besteht nur aus Bildern, die wie in einer Diashow über den Beamer (PC, Fernseher) vorgeführt werden können. Auf der CD befindet sich dazu ein Word-Dokument mit Texten zu den einzelnen Bildern. Diese können zu den Bildern vorgelesen oder frei erzählt werden. Bilder und Texte stammen aus unserer Homepage und beschreiben das Engagement von Bischof Kräutler in seiner ganzen Vielfalt.

Die CD können Sie bei Markus Hofer kostenlos bestellen: m.hofer@vol.at

Über eine Spende für die Selbstbesteuerungsgruppe freuen wir uns.


Spendenkonto

Sie können die Arbeit und das Engagement vom Bischof Kräutler auch finanziell unterstützen:

 

Selbstbesteuerungsgruppe Bischof Kräutler

Dornbirner Sparkasse

BLZ 20602, Kt.Nr. 0001-150.630

IBAN AT82 2060 2000 0115 0630

BIC DOSPAT2DXXX

 

Zur steuerlichen Absetzbarkeit: HIER 

 

Achtung:

Immer wieder bekommen wir Bitten um Spendenbestätigungen für Spenden, die nicht auf unser Konto eingegangen sind. Wir können selbstverständlich nur jene Spenden bestätigen, die auch auf unser Konto eingezahlt wurden. Dem Finanzamt reicht grundsätzlich der Überweisungsbeleg.


Bischof Erwin Kräutler

 

 

 

«Wir können nicht so tun, als ob wir die letzte Generation wären. Wenn ich Amazonien verteidige, dann bin ich gegen die Ambitionen von Leuten, die von heute auf morgen reich werden wollen... Es geht um Milliarden: Um Holz, Bodenschätze, Weideflächen... Und wenn du da «nein» sagst, dann bist du verschiedenen Leuten ein Dorn im Auge.»

 

1987 überlebte er ein als Unfall getarntes Attentat schwer verletzt; 2005 wurde seine Mitarbeiterin Schwester Dorothy Stang erschossen. Bischof Erwin fordert die lückenlose Aufklärung dieses Mordes. Derzeit ist auf ihn sogar ein Kopfgeld ausgesetzt. Im Einsatz für die Armen, für deren elementaren Rechte und für die Mitwelt ist Bischof Erwin ein mitunter unbequemer Prophet.

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